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Die Überwindung des Theismus als Gegenwartsaufgabe

Karl Ballmer, Peter Wyssling (Herausgeber), Martin Cuno (Herausgeber)

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Man macht es sich heute in der Beurteilung der Anthroposophie bequem. Weil Steiner nicht polemisch gegen den Theismus aufgetreten ist, weil er seine Weltanschauung als "Theosophie" dargestellt hat, wähnt man, es mit einem Versuche der Konservierung des theistischen Weltbildes zu tun zu haben. Eine oft genug herausfordernd mangelhafte Sachkenntnis der Beurteiler Steiners dient der Stützung dieses Wahnes. Und doch wird eine nicht zu ferne Zukunft begreifen lernen, daß mit dem Auftreten der Anthroposophie die Liquidierung des Theismus in die Endphase eingetreten ist. Vielleicht verwechselt man zu leicht die zeitbedingten Äußerungsformen der Anthroposophie mit dem geistigen Kern des Faktums Steiner. Die drängende Aufgabe der Zeit besteht zwar in der Assimilierung und Verarbeitung, in der Abfindung mit der unerhörtesten Vorstellungsbereicherung, wie sie wohl noch nie von einem Einzelnen bewirkt wurde. Es ist indessen zweierlei: im Genusse dieses Reichtums zu leben, oder sich Gedanken darüber machen, wodurch aus philosophischen Gründen die Erkenntnis- und Weltanschauungsposition der Anthroposophie wahr ist.

Dieser Band gibt den Hauptinhalt von Heft 5 der Rudolf Steiner-Blätter wieder, welches den Titel trug: Rudolf Steiner und die jüngste Philosophie. Die Auseinandersetzung wird v.a. mit Max Scheler geführt, aber auch mit Dietrich Heinrich Kerler und mit Nicolai Hartmann. Ballmer sieht den Vortrupp der Philosophie dort ankommen, von wo Steiner vor einigen Jahrzehnten aufgebrochen ist, nämlich bei der Wahrnehmung einer nicht neuen Aufgabe: der Liquidierung des Theismus.

Insofern rundet dieser Band – nach Das Ereignis Rudolf Steiner und der Bejahung des Kultus in Anthroposophie und Christengemeinschaft – mit seiner Verneinung der Glaubens an einen extramundanen Weltenlenker diese beiden Bände ab, indem er ihre Begrifflichkeit fortführt.

Leseprobe

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Einige von interesting-books-selector.com ausgewählte Zitate

Zeitbegriff, Zukunft und Vergangenheit

    Nur ein Zeitbegriff, der in der Gegenwärtigkeit das Wesen der Zeit realisiert, in der Gegenwärtigkeit das Wesen von Vergangenheit und Zukunft einbeschließt, gibt den Grund ab für eine "Entwicklung", die mehr ist als "Historismus". Anthroposophie erfüllt diese Bedingung. "Zukunft" im Wesen der Anthroposophie besagt die Spannung zwischen der gegenwärtigen Höhe des Bewußtseins des repräsentativen Menschen und der im Laufe einer langen Evolution zu erringenden Annäherung der Vielzahl der Menschen an das Ziel der Menschheit. "Vergangenheit" besagt die Spannung zwischen der gegenwärtigen Höhe des Bewußtseins des repräsentativen Menschheits-Menschen in sich selbst, sofern die gegenwärtige Welt- und Selbst-Anschauung des repräsentativen Menschen als Geist- und Ideen-Anschauung ihren Ort zugleich im Überzeitlichen hat.

    -- Zitat aus Abschnitt "Fünfte [zurückgewiesene] Idee [Schelers]"

    ...

    Die Unterscheidung und Übereinstimmung von Natur und Menschengeist geschieht als Zeit, nicht in der Zeit, denn Zeit entsteht da, wo Wesen in Erscheinung übergeht. Das erscheinende Wesen ist Zeit, das Wesen selbst ist zeitlos, ewig, aber es ist nicht - wie der gesamte Aristotelismus unterstellt, mit Ausnahme Hegels - unveränderlich, sondern das schöpferische Prinzip der Veränderung selbst. Der "zeitliche" Verlauf der Geschichte ist nicht einseitig gerichtet, die "Zeit" fließt nicht aus einer dunklen Vergangenheit in eine noch dunklere Zukunft. Was Zeit sei, kann nur an der GEGENWÄRTIGKEIT des erscheinenden Wesens offenbar werden. In bezug auf dieses Wesen aber fließt die "Zeit" in doppelter Richtung: aus der Zukunft in den vergangen-gegenwärtigen Ursprung, und aus der Vergangenheit in das künftig-gegenwärtige Ziel der Menschheit.

    -- Zitat aus Abschnitt "NICOLAI HARTMANN"

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