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Über die letzten Dinge

Otto Weininger

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Online: "ÜBER DIE LETZTEN DINGE" bzw. besser lesbar

    "Individualität erlebt der Mensch im Laufe seines Lebens nur im Nacheinander; darum ist die Zeit unsittlich und kein lebender Mensch je heilig, vollkommen. Handelt der Mensch ein einziges Mal mit dem stärksten Willen so, daß alle Universalität seines Selbst (und der Welt; denn er ist ja der Mikrokosmus) in den Augenblick gelegt wird, so hat er die Zeit überwunden und ist göttlich geworden."
    [...]
    "Sittliches Gebot ist: In jeder Handlung soll die ganze Individualität des Menschen sichtbar werden, jede soll vollkommene Überwindung der Zeit, des Unbewußten, der Enge des Bewußtseins sein. Meistens tut der Mensch aber nicht, was er will, sondern was er *gewollt* hat. Er gibt sich durch seine Entschlüsse immer nur eine gewisse *Direktion*, in der er sich dann bis zum nächsten Momente der Besinnung bewegt. Wir wollen nicht fortwährend, wir sind nur zeitweise, schubweise wollend. So ersparen wir uns zu wollen: Prinzip der Ökonomie des Wollens[**]."
    [...]
    "eine Sittlichkeit, zu der ich gezwungen bin, ist schon keine mehr."
    [...]
    "Der Mann schämt sich darum der Krankheit, das Weib nie.

    Auch die Gesetze der Logik, nicht nur die der Ethik, suchen wir ihrem eigentlichen Sinne nach immer besser zu verstehen und wollen sie immer richtiger aussprechen lernen. [...]

    Die Kunst schafft, die Wissenschaft zerstört die sinnliche Welt; darum ist der Künstler erotisch und sexuell, der Wissenschaftler asexuell. Die Optik zerstört das Licht.

    Die Diskontinuität im Zeitverlaufe ist das Unsittliche an ihm."

Zur Erkennungstheorie:

    "Ich vermag nie einzusehen, warum ich die Erbsünde beging, wie das Freie unfrei werden konnte. Und warum? Weil ich eine Sünde erst erkennen kann, wenn ich sie nicht mehr begehe. Darum kann ich das Leben nicht begreifen, solange ich das Leben begehe, und die Zeit ist das Rätsel, weil ich sie noch nicht überwunden habe. Erst der Tod kann mich den Sinn des Lebens lehren. Ich stehe in der Zeit und nicht über der Zeit, ich setze die Zeit noch immer, verlange noch immer nach dem Nichtsein, wünsche noch immer das materielle Leben; und weil ich in dieser Sünde stehe, vermag ich sie nicht zu fassen. Was ich erkenne, außerhalb dessen steh' ich bereits. Meine Sündhaftigkeit kann ich nicht begreifen, weil ich immer noch sündhaft bin."

OW schreibt auch über das das Zeitproblem (p101):

    "Nur ideale Gegenwart kann zur realen Zukunft werden: indem ich etwas will, schaffe ich Zukunft.

    Man hat über den tieferen Grund der Einsinnigkeit der Zeit, ihres Vorschreitens nur in einem Sinne, ihrer Nicht-Umkehrbarkeit viel nachgedacht, aber nur Unsinn zutage gefördert.

    Die Einsinnigkeit der Zeit ist mit dem Welträtsel (dem Rätsel des Dualismus) das tiefste Problem im Universum, und es ist nicht zu wundern, daß die hervorragendsten Denker der Welt - Plato, Augustinus, Kant, Schopenhauer - darüber sämtlich geschwiegen haben, auch dort, wo sie mit der Zeit selbst sich beschäftigten. [...] Die Einsinnigkeit der Zeit, d.h. das Nie-Wiederkehren des Vergangenen, ist aber der Grund aller jener besprochenen Phänomene des Widerstrebens gegen rückläufige, drehende Bewegungsformen. Diese Form der Bewegung ist, wie sich herausstellte, unethisch.

    Daß die Zeit einsinnig ist, dafür muß demnach der Grund im Moralischen liegen."
    [...]
    "Es ist unsittlich, zweimal dasselbe zu sagen [...]"

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