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Unterwegs nach Damaskus. Zur geistigen Situation zwischen Ost und West

Karen Swassjan

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"Es gibt ein Buch, vielleicht das schönste unter allen von [Rudolf Steiner] geschriebenen, "Mein Lebensgang" oder, wie ich es für mich zu nennen pflege, die "Philosophie der Freiheit" (PdF) autobiographisch dargestellt. [...] Ja diesen beiden Bücher [...], die ich die einsamsten Bücher auf der Welt nennen möchte, übrigens ohne dass diese Einsamkeit die kleinste Spur romantischer Verzweiflung oder Selbstdarstellung trüge; so eine heitere, uneuphorische, sachliche und nüchterne Einsamkeit ... [...] Ja es ist Okkultismus reinsten Wassers, doch kann man in aller Gewissheit sagen, es gab noch nie einen solchen Okkultismus auf Erden!"
- - Zitat, p85ff

"... beide Pole ... sind jeder für sich gefährlich und von grossem Schaden*. Nur-Nachgiebigkeit führt zur Selbslosigkeit, zum Sich-Auflösen im Weltall. Nur-Wille verheisst dagegen Beschränktheit und moralisch-erkenntnismaessige Schwerfälligkeit. Im ersten Fall wird man zu einem prinzipienlosen Nur-Ja-sagen-Könner, im zweiten zu einem prinzipientreuen Nur-Nein-sagen-Könner. Der Fall Goethe zeigt eine schwindelerregende Technik der Vereinbarkeit dieser beiden Pole."
- - ibid, p42

[Steiners Buch "Wahrheit und Wissenschaft"] "setzt mit einem Willen zum Nichts ein - der Erkennende reduziert all sein Wissen, all seine Urteile und Meinungen, eigentlich den ganzen Inhalt seines erkennenden Bewusstseins auf den Nullpunkt des Bewusstseins, so dass das einzige Urteil, das hier noch gültig bleiben kann, von rein deskriptivem Charakter ist: "Es gibt nichts.""
- - ibid, p97

Die drei drittletzten Kapitel, besonders das vorletzte, sind sehr interessant. Zwei Kapitel gehen Russland an. Swassjan sieht die ex-UDSSR und die Zukunft von Mittel- und Westeuropa, sowie die Rolle Amerikas dabei mit anderen Augen als wir sie ansehen können und wollen. (Rudolf Steiner kommt dort nur einmal am Schluss, im Zusammenhagng mit der einzig möglichen zukunftsfähigen Lösung vor. Soloviev wird mehrfach erwähnt.) Das vorletzte Kap. (p199-224): "Mitteleuropa heimatlos - Versuch einer paläontologischen Wiederherstellung" ist ein im Vergleich mit den anderen, ein längeres Kapitel. Es behandelt folgende Unterpunkte, die ersteren davon in direktem Bezug auf die PdF:

Das Buch enthält kaum Steinerzitate, was ja auch nicht zu dem in diesem Buche verwendeten Feuilletonschreibstil passen würde.

Anmerkungen:
*) dazu könnte man anmerken: "... damit ich mir nichts ... einbilde, hat Gott mir ein schweres Leiden gegeben."
- - 2.Kor. 12,7

**) Zum Geheimnis der mächtigen Vitalität von Gedanken hier noch ein Zitat, p210: