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Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts (GA 200)

Rudolf Steiner

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Einige Zitate:
aus Vortrag 4 (Zu Schillers «Ästhetischen Briefen» und Goethes «Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie»):

    "dass diese ganze Abhandlung Schillers hervorgegangen ist aus derselben europäischen Stimmung, aus der die Französische Revolution hervorgegangen ist. [sich] im Westen geäußert hat als große politische Bewegung mit der Hinorientierung auf äußere Umwälzungen, das bewegte Schiller, und es bewegte ihn so, daß er suchte die Frage zu beantworten: Was muß der Mensch an sich selbst tun, um zu einem wahrhaft freien Wesen zu werden?
    - Im Westen stellte man die Frage: Wie müssen die äußeren sozialen Zustände werden, damit der Mensch in ihnen frei werden könne?
    - Schiller frägt: Wie muß der Mensch selbst in sich werden, damit er in seiner Seelenverfassung die Freiheit darleben könne?
    - Und Schiller stellt sich vor, daß, wenn die Menschen zu einer solchen mittleren Stimmung erzogen werden, sie auch ein soziales Gemeinwesen darstellen werden, in dem Freiheit herrscht; also auch ein soziales Gemeinwesen will Schiller auf die Weise verwirklichen, daß durch die Menschen die freien Zustände geschaffen werden, nicht durch äußere Maßnahmen. [...]

    Goethe konnte aus der philosophischen Abhandlung Schillers nicht viel machen. Diese Art der Begriffsführung, der Ideenentwickelung war Goethe nicht etwa fremd gewesen, [...] für Goethe war diese ganze Konstruktion des Menschen, auf der einen Seite der Vernunfttrieb mit seiner logischen Notwendigkeit, auf der anderen Seite der Sinnestrieb mit seiner sinnlichen Notdurft, wie Schiller sagte, und der dritte, mittlere Zustand, das war für Goethe etwas viel zu Gradliniges, zu Einfaches.
    Er empfand: So einfach kann man sich den Menschen nicht vorstellen, so einfach kann man auch die menschliche Entwickelung nicht darstellen, und deshalb schrieb er an Schiller, er wolle das ganze Problem, das ganze Rätsel nicht in einer solchen philosophisch verstandesmäßigen Form behandeln, sondern bildmäßig [...] in seinem Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie indem er in den beiden Reichen, diesseits und jenseits des Flusses, aber in bildhafter, mannigfaltiger, konkreter Weise dasselbe hingestellt hat, was Schiller als Sinnlichkeit und als Vernunftmäßigkeit auf der anderen Seite hinstellte.
    Und das, was Schiller bloß abstrakt als den mittleren Zustand charakterisiert, das hat Goethe dann in der Aufrichtung des Tempels, in dem da herrscht der König der Weisheit, der goldene König, der König des Scheines, der silberne König, der König der Gewalt, der eherne, der kupferne König, und in dem zerfällt der gemischte König; das hat Goethe in bildhafter Weise behandeln wollen. [...] wie der goldene König entsprechen würde demjenigen sozialen Gliede, das wir als das geistige Glied des sozialen Organismus bezeichnen; wie der König des Scheines, der silberne König, entsprechen würde dem politischen Staate; wie der König der Gewalt, der kupferne König, entsprechen würde dem wirtschaftlichen Gliede des sozialen Organismus; und wie der gemischte König, der in sich selber zerfällt, den Einheitsstaat darstellt, der in sich selber eben keinen Bestand haben kann. [...]
    Goethe hat also gewissermaßen gesagt, als er Schillers «Ästhetische Briefe» bekam: So kann man das nicht machen; sie, lieber Freund, stellen sich den Menschen viel zu einfach vor. Sie stellen sich drei Kräfte vor. So ist es beim Menschen nicht. Wenn man dieses ganze reichgegliederte Innere des Menschen nehmen und anschauen will, so bekommt man so ungefähr zwanzig Kräfte - die Goethe dann in seinen zwanzig Märchengestalten bildhaft dargestellt hat -, und man muß dann das Spielen und Ineinanderwirken dieser etwa zwanzig Kräfte auch in einer wesentlich weniger abstrakten Weise darstellen."


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