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Kritische Essays zur europäischen Literatur (2.te erw. Auflage?)

Ernst Robert Curtius

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    "Stünd' ich, Natur, vor dir ein Mann allein,
    Da wär's der Mühe wert, ein Mensch zu sein.
    Das war ich sonst, eh' ich's im Düstern suchte,
    Mit Frevelwort mich und die Welt verfluchte."
    -- Johann Wolfgang von Goethe: Faust. 2. Teil. 1832

    Johann Wolfgang von Goethe

    "Dante, Shakespeare, Goethe: diese drei rücken heute nahe zusammen. Jeder von ihnen - und jeder auf eigene Art - kann als Selbstkonzentration der abendländischen Geisteswelt in einem Menschen gesehen werden. Diese Totalisierung der Tradition in originaler Schöpfung ist bei Goethe zum letzten Mal gelungen. Aber schon damals waren die geistigen Grundlagen Europas von den ersten Erdbeben durchwühlt. Die Traditionsmasse fing an, brüchig zu werden. Goethe schuf ein weltumfassendes positives Werk in einem Zeitalter beginnender Desintegration. ...

    Wenn aber Goethe die letzte Selbstkonzentration der abendländischen Geisteswelt in einem großen Individuum ist, ist er mehr und anderes als ein deutscher Dichter. Er ist solidarisch mit dem Geisteserbe Europas. Er steht in der Reihe Homer, Sophokles, Platon, Aristoteles, Virgil, Dante, Shakespeare. Das Bewußtsein, in dieser Folge zu stehen, ist in ihm höchst lebendig. Seine Pietät gegenüber den 'Vätern', seine Verbindung mit den 'Würdigen' der Vorwelt und mit dem Geisterchor der Vergangenheit, sein Wissen um das Reich der 'Meister', denen er sich zugehörig fühlte - dieser so bezeichnende und so merkwürdige Zug seiner Geistesform gewinnt nun erst einen tieferen Sinn. Dieses Solidaritätsbewußtsein über die Jahrtausende hinweg konnte Shakespeare nicht haben, Dante nur innerhalb der Latinität. Goethe wurde es mitgegeben als eine Legitimation und Bekräftigung seiner Sendung."
    -- Zitat aus dem Essay "Goethe - Grundzüge seiner Welt"


Rezension des in dem Buch enthaltenden Essays "Goethe - Grundzüge seiner Welt" von interesting-books-selector.com:

Nur was ewig ist, dafür lohnt es sich zu leben, das war Goethe bewusst.

Nur die Wahrheit, das Schöne und das Gute ist ewig bzw. Wahrheit, Gerechtigkeit und Schönheit, statt Einigkeit (Brüderlichkeit, d.h., eine gesellschaftlich (Tyrannei der Massen) aufgezwungene Solidarität), Recht und Freiheit.

Die Freiheit stellt sich nur durch individuelles, aber persönlichkeitsentäussertes, selbständiges Denken des Einzelnen ein und kann nicht vom Staat verliehen werden.

Ernst Robert Curtius (1886-1956) erklärt in seinem Essay, dass Goethe Denker und Weiser aber nicht Philosoph war. Goethe lebte zeitunabhängig und war Weltbewohner. Er hatte nicht die Vollendung Dantes, aber er ueberschaute die Jahrtausende. Dante lebte nur im Latinischen.

Nach aussen repräsentierte er, wo es sein musste, um seinem Brotgeber die Pflicht zu erfüllen, aber sein eigentliches Leben war nach innen gewendet, d.h. esoterisch. Nur seinen engsten Freunden (z.B. Eckermann) sagte er in Briefen, was er wirklich dachte und wusste, bzw. was er nicht sagen wollte, z.B.:

    "Popularitaet ist nicht mein Ziel. Meine Werke sind nicht für die Massen geschrieben."
Goethe lebte im beginnenden Zeitalter der Massen, aber er war überzeugt, dem Zeitgeist des Tages sollte man nur grosse weltgeschichtliche Ereignisse entgegensetzen. Er hatte das Bedürfnis nur für wenige zu existieren und das Geheimnis auzusuchen. (Goethe war ein sog. Eingeweihter, siehe mehr dazu in den Schriften von Rudolf Steiner.)
    "Ich weiss sehr wohl woher, wozu, wohin,
    erkläre mich aber nicht weiter."

    "Niemand soll und wird es schauen, was einander wir vertraut,
    denn auf Schweigen und Vertrauen ist der Tempel aufgebaut."
    -- Zitat Goethe, aus einem Gedicht von 1816

Der altersweise Goethe sagt nie wie der immer geschäftigt strebende Faust über den Augenblick:
    "Verweile doch du bist so schön."
sondern
    "Geniese mäsig Fülle und Segen.
    Vernunft sei Überall zu gegen,
    wo Leben sich des Lebens freut
    dann ist Vergangenheit beständig.
    Das Künftige voraus lebendig,
    der Augenblick ist Ewigkeit."
So hat der den Augenblick doch angehalten - aber für immer.

"Es ist an der Zeit!"


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