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Nature Via Nurture : Genes, Experience, and What Makes Us Human

Matt Ridley

Buy this book at Amazon.com or try Amazon.co.uk in England, Amazon.ca in Canada, Amazon.de in Germany, Amazon.fr in France, Amazon.it in Italy, Amazon.es in Spain. ASIN=0060006781, Category: Science, Language: E, cover: HC, pages: 336, year: 2003.

Why are we different from chimpanzees if 99% of our genes are identical with theirs?

See review of this book entitled You're mostly a monkey at books.guardian.co.uk/reviews/scienceandnature/0,6121,925301,00.html

(As usual, the ASIN in UK is different: buy from amazon.co.uk)

Review © (2004) by interesting-books-selector.com

[Ed. note: Sorry, this review is in German. As soon as the German translation of this book appears, the review will be moved to the corresponding book's detail page.]

MR bringt mit diesem Buch die Vererbungslehre auf den neuesten Stand der Wissenschaft.

Er belegt unter anderem, dass die Persönlichkeit bzw. der Charakter eines Menschen stärker von den ererbten Genen abhängt als seine Intelligenz.

In seinem Buch Alphabet des Lebens - Die Geschichte des menschlichen Genoms (englischer Originaltitel Genome), war er noch der Meinung, dass, wenn wir wie Ratten sind, deren Gene sich von denen der Menschen kaum unterscheiden, dann erben wir unseren Instinkt (wie ist eine andere Frage) von unserem Vater, was unser Verhalten ab 40 Jahre bestimmt, wogegen wir den Intellekt von unserer Mutter erben. Erziehung unterdrueckt mehr oder weniger unseren angeborenen Instinkt in den juengeren Jahren. Wenn der Einfluss der Erziehung abnimmt, wird das Verhalten mehr durch den Instinkt geprägt.

Anscheinend ist aber die quantitative Uebereinstimmung unser Gene mit denen der Ratten nicht ausschlaggebend, denn in dem vorliegenden Buch "Nature Via Nurture" zeigt er, dass es nicht vornehmlich die ererbten Gene sind, die das erreichbare Niveau der Intelligenz einer Person bestimmen*; dieses Niveau kann allerdings stark durch das Umfeld, wie das Aufwachsen in einer intellektuellen Familie beeinflusst werden.

Wenn das so ist, was mir gerechter vorkommt, denn es verringert die erbliche Vorbestimmung, dann schliesse ich daraus, dass es an jedem selbst liegt, sich geistig anzustrengen und aus seinem Leben etwas zu machen. Sich mit angeborener Dummheit herauszureden und somit glauben zu können, sein Gehirn schonen zu können, ist Ausdruck reiner Faulheit.

Wenn also Sankt Petrus jemanden an der Himmelspforte mit der Begruendung "Du hast eine Ideologie namens Kommunismus befuerwortet!" ablehnen sollte, dann nuetzt die Ausrede "Aber ich habe aus eigener Dummheit nie genau begriffen, was daran so schlecht ist" garnichts!

Ich fragte mich oft was mit denjenigen ist, die aus Dummheit oder Ignoranz Fehler begehen und andere oder die Umwelt dabei, zum Teil sogar unumkehrbar schaden, weil sie einfach nicht die geistige Kapazität haben, zu verstehen, warum ihre Aktionen nicht korrekt sind.

Die Lösung ist, dass sie, wenn sie sich geistig anstrengen wuerden, diese Dummheiten, wie z.B. Gewaltätigkeiten nicht begehen wuerden.

Aber wie sagte Bertrand Russel?

"Most men would rather die than think. Many do."
("Die meisten leute wuerden lieber sterben als nachzudenken - und viele tun es." :-)

Anmerkungen:
*) Wenn das erreichbare geistige Niveau des Menschen direkt proportional mit seiner Erkenntnisfähigkeit zusammenhängt, dann gibt es ueberhaupt keine Grenzen. Dass diese Fähigkeit des Denkens unbegrenzt ist, zeigt der Geisteswissenschaftler Rudolf Steiner in "Die Geheimwissenschaft" (1909) (in englisch Occult Science).